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Zunahme an Insolvenzen
Zunahme an Insolvenzen

Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet Unterstützung an.

Zunahme an Insolvenzen

© IHK Lüneburg-Wolfsburg

Die Zahl der Insolvenzen im Bezirk der IHK Lüneburg-Wolfsburg hat im Krisenjahr 2009 erwartungsgemäß zugenommen. Insgesamt mussten 398 Unternehmen in der Region den Weg zum Insolvenzrichter antreten. Das sind 18,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Über 3.400 Beschäftigte waren betroffen. „Im letzten Jahr ist damit die Krise auch in unserer Region voll angekommen“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert fest. Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer wird die Zahl der Insolvenzen in den nächsten Monaten weiter steigen. „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Erholung wird es für viele Unternehmen eng“, so Zeinert. „Wenn die Eigenkapitalbasis erschöpft und die Bonität angegriffen ist, kommt es schnell zu Liquiditätsengpässen.“ Die IHK bietet Beratung für Unternehmen an, die das Ruder noch rechtzeitig herumreißen wollen.

So können die IHK-Berater dem gefährdeten Unternehmen eine von der KfW-Mittelstandsbank (www.kfw-mittelstandsbank.de) voll finanzierte Situationsanalyse direkt im Beratungsgespräch zusagen. Wenn Sanierungschancen erkennbar sind, schließt sich eine bis zu 75 Prozent bezuschusste Turnaround-Beratung an. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Unterstützungsangebote der IHK in kritischen Unternehmens- und Finanzierungssituationen. Ansprechpartner für die Angebote ist Sven Heitmann (Tel. 04131/742-125).


Insolvenzen nach Branchen und Landkreisen
Gemessen an den absoluten Zahlen waren wie schon im Vorjahr der Handel und das Baugewerbe besonders stark von Insolvenzen betroffen. Die größten Steigerungsraten verzeichneten hingegen das Verarbeitende Gewerbe mit einem Plus von 63,6 Prozent und der Bereich der Beratungsbüros und technischen Dienstleister mit plus 69 Prozent.

Regional waren die meisten Insolvenzen in den Landkreisen Celle (www.landkreis-celle.de) und Harburg (www.landkreis-harburg.de) zu verzeichnen (jeweils über 100 Fälle). Der Landkreis Lüneburg (www.lueneburg.de) folgt mit 65 Fällen. Überdurchschnittlich stark stiegen die Insolvenzzahlen in den Landkreisen Harburg (+38,7 Prozent), Lüneburg (+71,1 Prozent) und Lüchow-Dannenberg (+88,9 Prozent, www.luechow-dannenberg.de).

Sinkende Insolvenzzahlen verzeichneten die Landkreise Uelzen (-43,5 Prozent, www.landkreis-uelzen.de) und Soltau-Fallingbostel (-4,3 Prozent, www.soltau-fallingbostel.de) sowie die Stadt Wolfsburg (-13,6 Prozent, www.wolfsburg.de). Die Zahl der betroffenen Beschäftigten war in den Landkreisen Celle (1731), Harburg (497) und Gifhorn (490, www.gifhorn.de) besonders hoch.


Zur Homepage der IHK Lüneburg-Wolfsburg: www.ihk24-lueneburg.de


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