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Hospiz Hann. Münden
Hospiz Hann. Münden

Das Hospiz Hann. Münden der AWO Gesundheitsdienste Betreuung (AWO GSD) wurde gestern Abend feierlich eröffnet. Eine Million Euro hat die AWO GSD investiert, zahlreiche Firmen waren am Bau beteiligt.

Hospiz Hann. Münden

© AWO GSD

Es war die Übergabe des symbolischen Schlüssels, der die Eröffnung des Hospiz Hann. Münden am Mittwochabend verdeutlichte. Viele engagierte Menschen haben mitgewirkt, um einen Ort zu schaffen, der schwerkranken Menschen – egal welcher Glaubensrichtung – in ihrer letzten Lebensphase Geborgenheit geben soll.

Für die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH als Träger überreichte Aufsichtsratsvorsitzender Axel Plaue zusammen mit Geschäftsführer Volker Behncke den Schlüssel an Geschäftsführer Andreas Przykopanski und Hospizleiter Ulf Bodenhagen von der AWO Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH. Danach konnten die zahlreichen Gäste der Eröffnungsveranstaltung das neue Hospiz im Park des Gesundheitszentrums am Vogelsang erstmalig von innen betrachten. Eine Million Euro hat die AWO GSD investiert, zahlreiche Firmen waren am Bau beteiligt. „Dieses Hospiz ist ein Haus für alle“, sagte Axel Plaue.

Auf der Basis der Pläne des Architekturbüros Sittig und Voges aus Bovenden wurde der Rundbau unterhalb des Nephrologischen Zentrum Niedersachsen angelegt und bietet dort Platz für acht Hospizgäste. Für sie wurde eine behagliche Umgebung geschaffen. Besonders ist der Raum der Stille durch seine Lichtkuppel und die Gestaltung mit den Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer.

Die hohe Zahl der Teilnehmer der feierlichen Eröffnung des Hospizes in Hann. Münden zeigte die große Unterstützung und Verbundenheit der Menschen mit der neuen Einrichtung, deren Bauherr und Betreiber die Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH ist. So konnte Axel Plaue zu den Gästen auch viele Grußwortüberbringer willkommen heißen. Dazu zählten unter anderem Landrat Bernhard Reuter, Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne sowie Vertreter von Vereinen, Verbänden und der Kirche, wie die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Niedersachsen e.V., Rosemarie Fischer, der Vorsitzende der Bürgerstiftung Stationäres Hospiz Hann. Münden e.V., Prof. Dr. med. Eduard Quellhorst, der Superintendent des ev.-luth. Kirchenkreises Hann. Münden Thomas Henning, Christine Stockstrom vom Bundesverband Trauerbegleitung e.V. und Hartmut Kiene-Kroos vom Lions Club Hann. Münden.

„Einrichtungen wie das Hospiz sind Leuchttürme der Menschlichkeit“, sagte Landrat Reuter und auch Bürgermeister Burhenne verwies auf die große Bedeutung der Hospizarbeit. Hospizleiter Ulf Bodenhagen dankte allen für ihre tatkräftige und finanzielle Hilfe. „Wir möchten unheilbar erkrankten Menschen und deren Angehörigen Entlastung, Unterstützung und Begleitung geben. Für uns ist das eine Herzensangelegenheit.“ Ein multidisziplinäres Team aus Pflegenden, Ehrenamtlichen, Ärzten, Physiotherapeuten und Seelsorgenden bietet eine umfassende Versorgung. Dabei ist das Ehrenamt eine wichtige Säule. Auch sind Spenden dauerhaft wichtig, denn zehn Prozent der Tageskosten muss die Einrichtung aus eigenen Mitteln aufbringen, den anderen Teil tragen die Kranken- und Pflegekassen. Mit der Hospizeröffnung wurde eine wichtige Versorgungslücke in der Region geschlossen. Der Betrieb beginnt am 1. Februar.

Weitere Infos, Kontakt, Spenden: www.hospiz-hannmuenden.de

Einige Zahlen und Fakten:
Hospiz Hann. Münden Vogelsang 105 – Im Park
- Träger: AWO Gesundheitsdienste gGmbH
- Bauherr und Betreiber: AWO Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH
- Einstöckiger Rundbau nach Idee und Entwurf des Architekturbüros Sittig und Voges (Bovenden) mit
großem Gemeinschaftsbereich als Hausmittelpunkt
- ökologische Ausrichtung des Gebäudes durch die Anlage eines Gründaches
- Gemeinschaftsterrasse, gemeinsamer Wohn- und Essbereich: ca. 75 qm
- 8 Zimmer mit eigenem, barrierefreien Badezimmer; ca. 24 qm je Zimmer und eigener Terrasse
- Raum der Stille mit ovaler Ausgestaltung und erhabener Lichtkuppel
- Gesamtfläche der Einrichtung: 500 qm
- Parkplätze: 4
- Grundsteinlegung: 17.7. 2011
- Richtfest: 17.8.2011
- Eröffnung: 25.1.2012
- Investitionssumme: 1 Mio. Euro
- Gesamtbauzeit: 9 Monate
- Betriebsbeginn: 1. Februar 2012



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