Steuerberater – das klingt nach Zahlenkolonnen, trockenen Formularen und Ärmelschoneratmosphäre. Dabei ist das Tätigkeitsfeld doch spannender als es auf den ersten Blick scheint; zumindest, wenn man dem Wortsinn des eigenen Berufs treu bleibt, der Beratung. Bei der durchschnittlichen mittelständischen Steuerberater- und Wirtschaftsprüferkanzlei hat der Umsatz aus Beratungstätigkeiten im Mittel nur einen Anteil von sieben Prozent. Bei Renneberg + Partner aus Klein Lengden hingegen sind es an die 30 Prozent. Ein Unterschied, der sich im Selbstverständnis und der Mitarbeiterstruktur widerspiegelt und die Kanzlei von den anderen großen der Region Südniedersachsen abhebt.
Als Heinrich Renneberg sich 1965 als Steuerberater selbständig machte und den Grundstein für die heutige Kanzlei legte, gab es schnell eine größere Anzahl an Mandaten, die einen hohen Anteil zeitintensiver Beratung hatten und nicht nur aus Jahresabschlüssen oder Steuererklärungen bestanden. Ein Aspekt, der die heutige Arbeit weithin prägt. „Wir treten nicht unbedingt mit einem branchenspezifischen Schwerpunkt nach außen auf oder mit einem bestimmten Produkt. Weder sind wir der Wirtschaftsprüfer, noch beschränken wir uns auf bestimmte Branchen. Wir betonen stattdessen, dass wir auf den Beratungsaspekt sehr, sehr großen Wert legen“, bringt es Stefan Engel, Steuerberater und Partner bei Renneberg + Partner, auf den Punkt. Denn obwohl die eigentliche Arbeit vieler Berater sehr solide ist, vermitteln Mandanten häufiger den Eindruck, schlecht beraten zu werden. Denn das größte Problem des persönlichen Kontakts ist der Faktor Zeit. Umgekehrt ist diese aber insbesondere nötig, will man nicht nur passiv seine Aufgaben für ein Unternehmen wahrnehmen, sondern auch aktiv Tendenzen erkennen und Ideen mit dem und für den Unternehmer entwickeln. Und natürlich ist der ausführliche, ganzheitliche Beratungsansatz bei komplexen Sachverhalten unabdingbar, wie beispielsweise Unternehmenszusammenführungen. „So etwas kann man nicht machen, wenn man aus dem Tagesgeschäft nicht rauskommt und eine Steuererklärung nach der anderen vor sich liegen hat“, illustriert Stefan Engel ein Beispiel. Da hat es 18 Monate gedauert, bis zwei Werbeagenturen fusioniert waren. Das juristische Verfahren war dabei nur der kleinste Schritt, den großen Raum haben die Folgeüberlegungen eingenommen. Geht die Fusion überhaupt? Wie? Welche Folgen hat das jeweils für die neuen Partner, welche Varianten gibt es? Gibt es Seniorpartner auszuschließen oder sind unterschiedliche Anteile zu bewerten? Das waren noch die einfacheren Themen. Schwierig wurde es bei der möglichst steuerneutralen Übertragung siebenstelliger Unternehmenswerte, Arbeitsverträge mussten sauber übergehen, die Mitarbeiter korrekt informiert werden. „Wir hatten damals geschätzt, dass wir ungefähr 200 Stunden werden investieren müssen, es sind dann am Ende 350 geworden“, so Engel. „Für solche Themen müssen sie ansprechbar sein, Zeit haben, sie brauchen aber auch das Know-how, einen Anwalt, einen Notar, der das abwickeln kann, sie müssen den Steuerberater der anderen Partei einbinden – da muss man flexibel reagieren und immer auf der Höhe der Entwicklungen sein.“ Gerade dieser interdisziplinäre Ansatz hat dazu geführt, dass zu Renneberg + Partner vier Anwälte gehören. Die Expertise unter einem Dach ist nicht nur für den Mandanten von Vorteil, sondern auch für den jeweiligen Berater, kann man auf kurze Wege, breite Expertise und vor allem disziplinübergreifendes Verständnis zurückgreifen.
Heutzutage neigt der Unternehmer bei vielen Entscheidungen dazu, vorsichtshalber seinen Steuerberater anzurufen. Daher sind Kanzleien wie Renneberg + Partner nicht mehr wegzudenken. Die Anforderungen an Unternehmer steigen stetig, im steuerrechtlich-administrativen Dschungel ist der Weg zum eigentlichen operativen Geschäft nur erschwert zu finden. Da helfen langjährige Erfahrungen. Denn Beratung heißt vor allem eins: Zukunft gestalten.
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