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Interview mit Klaus Hoffmann
Interview mit Klaus Hoffmann

Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Göttingen und Stadtentwicklung (GWG), über drei Jahrzehnte im Dienste der Stadt und die Gedanken an die Zeit danach.

Interview mit Klaus Hoffmann

© Sven Grünewald

Herr Hoffmann, wie sind Sie überhaupt in Göttingen gelandet?
Ich bin eigentlich geborener Bayer, habe aber in Berlin studiert und da auch meine ersten beruflichen Schritte gemacht. Auf dem Weg über Goslar bin ich dann 1979 nach Göttingen gekommen und war hier über zehn Jahre Leiter des  Hochbauamtes. Und seit 1992 bin ich bei der GWG.

Nach 18 Jahren, was macht da noch die Faszination Ihrer Arbeit aus?
Von den 18 Jahren war kein Jahr wie das andere, die GWG hat ein sehr vielseitiges Tätigkeitsfeld und Wirtschaftsförderung 2010 sieht anders aus als 2000. Auf der anderen Seite sind die Projekte sehr breit angelegt. Dazu kommt anschließend der laufende Betrieb. Es ist natürlich spannend, Projekte vom Jahr eins bis zum Jahr zehn zu formen. Allein die Sprünge, die wir mit der Lokhalle gemacht haben: Man gibt das Thema nicht am Tag der Einweihung aus der Hand, sondern geht mit durch Höhen und Tiefen der Entwicklung. Wenn man sich die Rückseiten von Bahnhöfen anschaut, dann wird man in vielen Städten sehen, dass solche Entwicklungen nicht funktionieren. Aber hier haben sie funktioniert, im Otto-Hahn-Zentrum leben und arbeiten Menschen.

Wo sehen Sie denn Ihren persönlich größten Erfolg bei der GWG?
Da fallen mir viele ein. Ich werde natürlich mit so einem strahlenden Projekt wie der Lokhalle identifiziert. Ich finde aber auch der Science Park oder das GVZ stehen für wichtige und spannende Erfolgsgeschichten. Letzteres stand am Anfang auf sehr wackligen Beinen, jetzt hat sich ein großes Göttinger Logistikunternehmen zum GVZ bekannt. Auch das sind große Erfolge.

Und was steht als Nächstes auf Ihrer to-do-List?
Als nächstes gehen wir an den  Ausbau der Logistikregion Göttingen. Wir werden ein großes Gebiet am Siekanger erschließen und damit rund 500.000 Quadratmeter Ansiedlungsfläche bereitstellen können. Sehr ambitioniert verfolgen wir die weitere Entwicklung der Veranstaltungswirtschaft. Wir werden alles dransetzen, dass die Lokhalle mit ihrem Angebot für Messen, Ausstellungen und Kongresse fit für die nächsten zehn Jahre wird. Dazu müssen wir mehr Fläche schaffen und wir brauchen funktionstüchtige Tagungs- und Konferenzräume.

Sie sind jetzt 62, haben Sie sich schon Gedanken über die Zeit nach der GWG gemacht?
Da denke ich mit gemischten Gefühlen dran. Aber ich habe einerseits ein sehr schönes Hobby, ich bin leidenschaftlicher Hochseesegler. Auf der anderen Seite gibt es natürlich Dinge, die ich schon immer mal machen wollte und die ich dann angehen will. Aber nörgelnder Ruheständler und nur-noch-Mittelmeerurlauber werde ich mit Sicherheit nicht.

Was ist denn Ihr bevorzugtes Segelrevier?
Mein Standort ist Kiel, da liegt meine 34 Fuß Segelyacht, die Clemmi. Von da aus geht es dann in die Ostsee, ein wunderbares Revier. Dänemark ist nah, die Schlei, Flensburger Förde und viele beschauliche Häfen. Schnell tun sich richtige Paradiese auf, man spricht ja nicht umsonst von der dänischen Südsee.



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